Lange, lange hat die noch segelunerfahrene Crew zuhause gebibbert, dass es bloß wärmer werde an der Ostsee,
 
 
aber Tibor, Klaus, Horst - hier als Arved Fuchs verkleidet - und Sabine (u. lks.) haben die Sonne nur so heraus gefordert.

Gelegentlich sollen es auch über 10 o gewesen sein, nur auf dem Wasser bleibt es lausig kalt. So tasten wir uns am Freitag mit einem Probeschlag raus auf die Ostsee, erobern das „Piratennest“ in Orth/Fehmarn und entdecken ein altes Spiel, bei dem man sich nicht ärgern soll, im Lichte der Petroleumfunzel wieder neu. Rund Fehmarn lässt uns zwar der Wind, aber wenigstens die Sonne nicht im Stich. Dass wir dazu gleich auf der ersten Reise 2 x Schweinswale im Fehmarnbelt sichten und an die gsm melden können, verdanken wir der glatten See. Erst als wir in Burgtiefe festmachen, frischt der Wind wieder auf. Unverschämt.
 
Der Blick aus dem Fenster der Hafenkneipe „Tonne 21“ in Burgtiefe verhilft einer Chartercrew wieder an Land, die zunächst, nach freien Plätzen suchend, mehrfach im Hafen umher kreist. Viele Segler wundern sich im Hafenkino über die Suchbewegungen der Hanse, weil doch nahezu alle 200 Plätze frei sind, beobachten dann aber ein gekonntes „Rückwärts in die Box Manöver“. Einen Moment später treibt der Wind die Yacht plötzlich quer gegen die Pfähle … und als sie sich aus dieser Lage nicht selbst befreien können, kapiere ich, dass da irgendwas nicht stimmen kann … die Crew hat die Heckleine in der Schraube, erfahre ich als ich eine Leinenverbindung vom Steg herstelle, während man sich im Hafenkino noch köstlich amüsiert, Sehleute halt.



Am Sonntag segeln wir endlich von Burgtiefe bei 4 – 5 Bft. eine „Hafenrundfahrt“ rund um den Binnensee in Großenbrode und am frühen Nachmittag sind wir wieder fest in Heiligenhafen.
 
 
Der Crew sind mit den Seebeinen inzwischen auch richtige Eisbeine gewachsen und für Törns bei Arved Fuchs  & auf der  „Dagmar Aen“ gibt es jetzt ein paar kälteerprobte Bewerber meer.